11. März ist internationaler Tag der Niere. Grund genug, sich dieses Organ und seine Funktion im Körper anzusehen. Erfahre, was dieses Organ für dich macht und wie du es stärken und unterstützen kannst.
Aufbau der Niere
Im rechten Unterbauch links der Wirbelsäule unter dem Rippenbogen befinden sich die bohnenförmigen Nieren mit den darauf befindlichen Nebennieren. Dieses Organ ist überaus kälte- und schmerzempfindlich, deshalb wird es durch eine Fett- und Bindegewebskapsel vor Kälte und äußeren Einflüssen geschützt.
Aus dem Organ führt ein Harnleiter in die Harnblase.
Die Niere ist lebensnotwendig
Ohne Harnorgan wäre ein Überleben nicht möglich. Diese Organe sind für die Regulation des Flüssigkeits-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalts zuständig. Auch die Produktion von Hormonen und die Ausscheidung von Harn wird hier reguliert.
Täglich fließen 1500 Liter Blut durch das Ausscheidungsorgan und werden so gereinigt. Gleichzeitig werden zum Beispiel Mineralstoffe und Eiweiß in den Körper rückresorbiert.
Funktionen:
- Regelung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushalts: Die Niere filtert Wasser und Elektrolyte je nach Bedarf aus dem Harn, oder gibt diese ab. Ist die Wasserkonzentration im Körper hoch, wird eine erhöhte Wasserausscheidung aktiviert. Das gleiche Prinzip wird für den Elektrolythaushalt angewandt.
- Hormonproduktion: Im Organ werden Hormone produziert. Diese regulieren den Blutdruck oder steuern die Neubildung von roten Blutkörperchen.
- Reinigung des Blutes: Das Organ filtert Stoffe wie Ammoniak, Kreatinin, Harnstoff und Harnsäure aus dem Blut. In höheren Konzentrationen sind diese nämlich giftig. Aber auch die Abbauprodukte von Medikamenten können giftig sein. All diese Stoffe werden mit dem Harn ausgeschieden.
- Harnbildung: Der Harn wird direkt im Ausscheidungsorgan gebildet
- Regelung des Säure-Basen-Haushalts: Der Säure-Basen-Haushalt des Körpers wird einerseits durch die Abatmung von CO2 über die Lunge oder andererseits durch die Ausscheidung von Bicarbonat über das Filterorgan reguliert. Das hält den pH-Wert des Köpers konstant.
- Aufrechterhaltung des Mineralstoffgleichgewichts: Dass die Menge an Mineralstoffen in unserem Körper in einem ausgewogenen Gleichgewicht bleibt, verdanken wir vor allem den Nieren. Die Konzentration der Mineralstoffe Natrium, Kalium und Calcium wird im Blut gemessen. Gesunde Ausscheidungsorgane scheiden den Überschuss an Calcium und Phosphat aus und halten diese Mineralstoffe bei Mangel im Körper zurück.
Erkrankungen vorbeugen
Um dieses wichtige Organ vor einer Erkrankung zu schützen, gibt es viele Möglichkeiten. Durch die Vermeidung von Diabetes und Bluthochdruck, sowie Übergewicht kann einer Niereninsuffizienz vorgebeugt werden.
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann Nierensteinen entgegenwirken. Wer zu Nierensteinen neigt, sollte außerdem oxalatreiche Nahrungsmittel wie Rhabarber, Spinat, Kaffee, Nüsse, Erdbeeren, Cola und Schokolade meiden.
Tumore können ebenfalls durch einen gesunden Lebensstil beeinflusst werden. Vermeide Nikotin, Übergewicht und schädliche Umwelteinflüsse.
Das stärkt die Niere
- Durchspülen: achte darauf zwei bis drei Liter pro zu Tag trinken (Wasser oder Kräutertees)
- Nieren wärmen: halte den Unterleib, den Rücken und die Fußsohlen warm
- Kräutertee: hilft bei Folgeproblemen wie geschwollenen Beinen
- Salzarm essen: vegetarisches, basisches und salzarmes Essen entlastet die Ausscheidungsorgane und sollte vor allem im Fall einer Entzündung als Diät eingesetzt werden.
- schwarze Lebensmittel (nach TCM): Wildreis, schwarze Bohnen, Johannisbeeren, schwarze Datteln oder Trockenpflaumen sollen laut TCM positiv auf die Organe wirken
Kräuter für das Ausscheidungsorgan
- Desinfizierend: Bärentraube, Preiselbeere, Cranberry, Goldrute
- Durchspülend: Ackerschachtelhalm, Brennnessel, Löwenzahn, Birke
Acht einfache Regeln für den Nierenschutz
- Halte dich fit und aktiv
- Blutzuckerspiegel regelmäßig überprüfen
- Blutdruck im Auge behalten
- Gesunde Ernährung (vermeide Übergewicht)
- ausreichend trinken
- nicht Rauchen
- Medikamente nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt einnehmen
- bei Hochrisiko Nierenfunktion messen (Hochrisikofaktoren: Diabetes, Bluthochdruck, erbliche Vorbelastung)
Fazit
Der Internationale Tag der Niere am 11. März erinnert uns daran, wie unverzichtbar dieses kleine, bohnenförmige Organ für unser Leben ist. Unsere Ausscheidungsorgane arbeiten täglich auf Hochtouren: Sie reinigen rund 1.500 Liter Blut, regulieren den Flüssigkeits-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt, produzieren wichtige Hormone und sorgen dafür, dass Schadstoffe zuverlässig ausgeschieden werden. Ohne sie wäre ein Überleben nicht möglich.
Umso wichtiger ist es, achtsam mit ihnen umzugehen. Ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung, ausgewogener – möglichst salzarmer – Ernährung, genügend Flüssigkeit und dem Verzicht auf Nikotin entlastet den Körper nachhaltig. Auch die Kontrolle von Blutdruck und Blutzucker spielt eine entscheidende Rolle, da Diabetes und Bluthochdruck zu den häufigsten Ursachen für Nierenerkrankungen zählen.
Zusätzlich können wärmende Maßnahmen, bewusste Ernährung sowie ausgewählte Kräuter unterstützend wirken. Letztlich gilt: Wer seine Nieren schützt, investiert in seine gesamte Gesundheit. Der 11. März ist daher nicht nur ein Aktionstag, sondern eine wertvolle Erinnerung, diesem still arbeitenden Hochleistungsorgan täglich Aufmerksamkeit zu schenken.
