Mineralstoffe werden oft auch irrtümlich  als Mineralien oder Minerale bezeichnet.  Es handelt sich hier aber vielmehr um anorganische Substanzen, die im Organismus eine tragende Rolle spielen. Wie viele Vitamine können auch sie nicht vom Körper selbst produziert werden und müssen daher über die Nahrung aufgenommen werden.

Gut zu wissen: Man unterscheidet

  • Spurenelemente: werden nur in sehr geringen Mengen benötigt (z.B. Eisen, Jod, Fluor, Zink, Kupfer, Selen)
  • Makromineralien/Elektrolyte: werden in größeren Mengen im Körper benötigt (z.B. Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium und Chlorid)

Elektrolyte und ihre Funktion

Mehr als die Hälfte unseres Körpergewichts besteht bekanntlich aus Wasser. In der Medizin wird die Wassermenge im Körper in Bereiche abgegrenzt, die Flüssigkeitskompartimente heißen. Die drei Hauptbereiche sind

  • Flüssigkeit in den Zellen
  • Flüssigkeit in den Zellzwischenräumen
  • Flüssigkeit im Blut

In einem normal funktionierendem Körper, sollte der Flüssigkeitsspiegel möglichst konstant sein.

Besonders Makromineralien, also Mineralstoffe, die der Körper in relativ großen Mengen benötigt, sind wichtige Elektrolyte. Diese Mineralstoffe tragen elektrische Ladung, wenn sie in einer Flüssigkeit wie Blut aufgelöst werden. Die Elektrolyte im Blut helfen bei der Regulierung der Nerven- und Muskelfunktion und halten den Säure-Basen-Haushalt und Wasserhaushalt stabil.

Wird der Elektrolythaushalt aus dem Gleichgewicht gebracht, kann das zu ernsthaften Störungen führen.

Gründe für Störungen im Elektrolythaushalt:
  • Dehydration und Überhydration (eher selten)
  • Einnahme bestimmter Medikamente
  • bestimmte Herz-, Leber- und Nierenerkrankungen

Spurenelemente und ihre Funktion

Spurenelemente sind besonders wichtig bei der Blutbildung und sind wichtige Inhaltsstoffe von Enzymen und Hormonen. Sin unterstützen den Körper bei:

  • der Verdauungsfunktion
  • Stoffwechselprozessen
  • der Blutbildung
  • dem Knochenbau

Spurenelemente halten uns gesund und stärken das Immunsystem. Sie schützen unseren Körper außerdem vor oxidativem Stress und haben krebsvorbeugende Eigenschaften.

Allgemeine Gründe für einen Mangel an Spurenelementen
  • schlechte Ernährungsgewohnheiten
  • Trinkwasserzusammensetzung und Vorkommen im Ackerboden (ein interessanter Einblick in die beschaffenheit unserer Böden bietet der Bodenatlas der Heinrich-Böll-Stiftung)
  • vermehrtes Ausscheiden durch Schwitzen oder Magen-Darm-Krankheiten (Erbrechen, Durchfall)
  • Stoffwechselerkrankungen

Welche Mineralstoffe fehlen mir?

Die Symptome eines Mineralstoffmangels hängen davon ab, welches Elektrolyt oder Spurenelement deinem Körper fehlt.  Oft sind sie auch nicht auf Anhieb als Krankheitszeichen erkennbar.

Wie kann ein Mineralstoffmangel festgestellt werden?

 Wenn du an anhaltenden Befindlichkeitsstörungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen oder innerer Unruhe leidest, stelle dir selbst die Frage, ob die Möglichkeit einer Unterversorgung besteht und Mineralstoffe fehlen können. (Medikamenteneinnahme, Durchfallerkrankung oder ähnliches)

Der Arztbesuch mit unspezifischen Symptomen wird selten sofort zu einer Mineralstoffanalyse führen, der Arzt kann jedoch aus deinem Blutbild mögliche Erkrankungen erkennen oder ausschließen.

Beim kleinen Blutbild werden die Anzahl der roten und weißen Blutkörperchen bestimmt. So können mögliche Entzündungen und Infektionen erkannt und auch eine Blutarmut oder Blutkrebs ausgeschlossen werden.

Sollte das kleine Blutbild Auffälligkeiten zeigen, wird meist das große Blutbild angeordnet.

Wie kann ich einem Mineralstoffmangel vorbeugen?

Wer sich gesund ernährt, beugt nachhaltig einem Mineralstoffmangel vor. Dabei kann es notwendig sein, deine Ernährungsweise zu überdenken und die Ernährung gegebenenfalls umzustellen.

Wichtig ist hier, auf Abwechslung zu achten und ausreichend Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe zuzuführen. Zucker, Fett und Genussmittel solltest du nur selten zu dir nehmen. Stilles Mineralwasser oder Leitungswasser sind dazu ideale Durstlöscher.

Bei einem stressigen Lebensstil mit unregelmäßigen Mahlzeiten bzw. nach Durchfallerkrankungen oder Medikamenteneinnahme kann es sinnvoll sein, Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Auch diese Möglichkeit solltest du bei diagnostizierten Mängeln mit deinem Arzt besprechen.

Fazit Mineralstoffe und ihre Bedeutung

Mineralstoffe sind essenzielle, anorganische Nährstoffe, die zahlreiche lebenswichtige Funktionen im Körper erfüllen – von der Regulierung des Wasser- und Elektrolythaushalts bis hin zur Unterstützung von Stoffwechselprozessen, Blutbildung und Immunsystem. Sowohl Makromineralien als auch Spurenelemente müssen regelmäßig über die Nahrung aufgenommen werden, da der Körper sie nicht selbst herstellen kann. Ein Ungleichgewicht oder Mangel kann sich durch unspezifische Symptome äußern und langfristig die Gesundheit beeinträchtigen. Die beste Vorbeugung liegt in einer abwechslungsreichen, ausgewogenen Ernährung und einem bewussten Lebensstil. Bei anhaltenden Beschwerden oder Verdacht auf einen Mangel sollte jedoch immer eine ärztliche Abklärung erfolgen, um gezielt und sinnvoll gegensteuern zu können.

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